Dazu ist es nichtmal erforderlich, dass der User seine Adresse im Profil hinterlegt. Durch ein intelligentes Auswertungssystem erkennt eine Software, wo sich die Facebook-Mitglieder aufhalten und welche Orte sie am häufigsten besuchen. So kann z. B. anhand des nächtlichen Aufenthaltsortes und weiteren Indikatoren die Heimatanschrift festgestellt werden, die dann mit Werbebriefen angesteuert werden kann.

Durch diese Technik kann sich kein User dieser Maßnahmen entziehen. Datenschützer laufen bereits Sturm.
Viele Unternehmen haben bereits ihre Vorfreude kundgetan. So hat auch ein deutscher Erotikartikel-Versand seine ersten Offline-Kampagnen bereits zugesagt.

Facebook bestätigte indes, dass die Vorbereitungen zur Ausrollung der Offline-Ads bereits seit längerer Zeit abgeschlossen sind und ca. 900 Millionen Postanschriften ermittelt werden konnten. Darunter auch 20 Millionen Adressen deutscher User. Starten soll das neue Werbekonzept ab Anfang Mai – auch in Deutschland. Die AGB und Nutzungsbedingungen seien dazu hinreichend abgedeckt worden.

Zu erwarten ist, dass einem User 10-20 Werbebriefe pro Monat durch die Post zugestellt werden. Ebenso sind Premium-Werbekampagnen im Gespräch, durch die Versandhäuser auch ungefragt kleinere Päckchen zustellen lassen können.