Der Hype ist riesig, denn immer mehr Jugendliche fühlen sich von ihren Eltern bei Facebook und Co. ausspioniert und kontrolliert. Daher hat sich in den letzten Tagen eine neuartige App herumgesprochen und wird bereits millionenfach benutzt. Wie der NDR bereits berichtete, scheinen Eltern völlig machtlos und sehen keinerlei Handhabe gegen das Vorgehen der Jugendlichen.

Neue-Weltpresse hat mit einem Elternpaar – Heinrich und Ursula B. aus Limburg (beide 42) – gesprochen und nach den Hintergründen gefragt.

Wir haben alles versucht. Gutes Zureden, Aufklärungsgespräche und ja, auch Hausarrest. Nichts hat gefruchtet. Die Kinder sind einfach stur und wollen nicht auf uns hören.

Der Name der App ist BRIEF und die Erfinder kann diese Entwicklung nicht mehr freuen, denn eigentlich ist die App schon hunderte Jahre alt. Dennoch können sich die Lizenznehmer über mehr Porto-Einnahmen freuen. Sollten Nachrichten darüber einen weiteren Weg nutzen müssen, so ist die Nutzung der App gebührenpflichtig.
In Schulen hat sich bereits das direkte Austauschen von Nachrichten auf dem Schulhof und vor allem auch heimlich im Unterricht etabliert.

Ein weiterer Vorteil der App ist, dass man nicht nur Nachrichten verschicken kann. Die NDR-Dokumentation zeigt, dass man eben anstatt ein Foto vom Pausenbrot auch die komplette Wurstschnitte verschicken kann.

In Frankfurt hat sich bereits eine Eltern-Initiative gegen BRIEF gebildet, welche erste Forderungen nach einem Verbot von BRIEF lautwerden lässt. Die Sorge der Eltern ist, dass sie nicht mehr kontrollieren können, mit wem sich ihre Kinder treffen und zu was sie sich verabreden.

Wie sich die Nutzung der WhatsApp-Alternative BRIEF weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Eventuell lässt der Hype bald wieder nach und die Teenager kehren aufgrund der umständlichen Nutzung zu Facebook und WhatsApp zurück.