Wie das Papier an die Öffentlichkeit gelangen konnte, war bisher nicht zu klären. Ungeachtet dessen ist die Brisanz des Dokuments nicht zu unterschätzen. Schon in der Vergangenheit haben die muslimischen Verbände in Deutschland mit ihren Aktivitäten erhebliche Zugeständnisse durchsetzen können. Für eine Bevölkerungsgruppe, der letztlich vermutlich weniger als eine Million Bürger in der Bundesrepublik angehören.

Das entspricht einem Anteil von kaum mehr als einem Prozent! Denn was in der Öffentlichkeit und der Politik häufig übersehen wird, ist die Tatsache, dass sich nur ein geringer Teil der in Deutschland lebenden rund vier Millionen türkischen und türkisch-stämmigen Bürger als strenggläubige Muslime betrachtet. Wie verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, bekennt sich nur rund ein Viertel dieser Personengruppe zu der Religion, für die immer wieder neue Forderungen geltend gemacht werden.

ERST DIE SCHÜLER …

Den geringsten Widerstand, um den im Islam als Ruhetag geltenden Freitag auch in Deutschland als Ruhetag durchzusetzen, erwarten die Verbände nach dem streng vertraulichen Papier im Bereich der Schulen. Deshalb sollen zunächst alle Schüler türkischen Ursprungs und solche, die sich zum Islam bekennen, vom Schulbesuch an den Freitagen befreit werden.

Dazu heißt es in dem Papier, schon die deutsche Bezeichnung des Wochentages mache deutlich, dass diesem Tag eine besondere Bedeutung beizumessen sei. Schließlich setzte sich das Wort Freitag aus den Worten „frei“ und „Tag“ zusammen. Offensichtlich sei in den letzten Jahrhunderten durch den massiven Einfluss des Christentums diese vom Islam herrührende Bedeutung in der Gesellschaft immer mehr unterdrückt worden. Nun sei es an der Zeit, diesem Tag seine eigentliche Bedeutung zurück zu geben.

Allerdings scheint auch den beteiligten Islam-Verbänden die Brisanz ihres Vorpreschens gewusst zu sein. Damit in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck entsteht, dass die islamischen Schüler gegenüber den restlichen Schülern bevorzugt würden, sollen sie stattdessen am Sonntag drei zusätzliche Unterrichtsstunden erhalten. Unterrichtsinhalte sollen sein, Geschichtsunterricht unter besonderer Berücksichtigung des Osmanischen Reiches, Kultur und türkischer Nationalismus, sowie die Bedeutung des Islams, Korans und der Hadithe für die Entwicklung einer korrekten Gesellschaft.

Um keine weitere Zeit zu verlieren, will man die neue Unterrichtsbefreiung schon mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 durchsetzen

… DANN DIE GESCHÄFTSLEUTE

In dem Papier „Dem Freitag seine eigentliche Bedeutung wiedergeben“ ist auch die nächste Stufe der flächendeckenden Einführung des Freitags als Ruhetag schon grob skizziert. Dazu heißt es, dass spätestens ab dem Jahr 2016 die Ladenschlusszeiten in Deutschland geändert werden müssten.

Geschäfte, die türkische bzw. muslimische Eigentümer haben, sowie Geschäfte, deren Angebot sich zu mehr als 25% an türkische und islamische Kunden richtet, sollen nach dem Willen der muslimischen Initiatoren freitags geschlossen bleiben. Um Umsatzeinbußen zu vermeiden, sollen diese Geschäfte stattdessen am Sonntag ganztägig öffnen dürfen. „Dieser Tag ist aus islamischer Sicht ohnehin wie ein gewöhnlicher Wochentag zu betrachten,“ heißt es dazu in dem Papier.

Idee: Räuber
Fotocredit: © Elnur - Fotolia.com

3 Kommentare

  1. ich hätte nichts dagegen, nur will ich dann ausgleichende Gerechtigkeit. So wäre der Samstag zwingend der Sabbat und der Sonntag christlich geregelt, arbeitsfreier Tag.

    Die betroffenen Arbeitnehmer würden dies wahrscheinlich begrüßen wollen, wäre des Lohnes wg. aber stark gehemmt, zustimmen zu wollen oder gar müssen. By the way, noch einige Gedächtsnistage für verübten Greueltaten gegen und Katastrohpen von Menschen runden das Bild ab. Wir wären dann von allen guten Geistern vollends geschützt.

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