Der Sprecher des Ausschusses Robert Rauer (CDU) legte dem Bundestag heute den 200-seitigen Gesetzesentwurf vor, dessen Ausmaß noch nicht abzuschätzen ist. Geplant sei die kurzfristige Vergrößerung der Nordseeküste und den Anschluss der Nord- & Ostfriesischen Inseln an das Festland. Durch diesen Schritt soll mehr bewohnbare Fläche für Deutschland geschaffen werden, was in desssen Folge zu rund 22 Mrd. Euro Mehreinnahmen ins Steuersäckchen des Bundes führen soll.

Rauer zu Neue-Weltpresse:

Wir werden noch in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen beginnen. Ja, das Wattenmeer wird dieser neuen Planung zum Opfer fallen, wir sind aber zuversichtlich, dass sich die Pflanzen- und Wasserwelt des jetzigen Wattenmeers ebenfalls anpasst und sich dann nördlich der jetzt noch vorhandenen Inseln ansiedelt. Dies bestätigten uns auch führende Wissenschaftler, die uns bei der Planung unterstützt und beraten haben.

Alle Inseln weg?

Laut Papier sollen sämtliche Nord- und Ostfriesischen Inseln an das Festland angeschlossen werden. Mehrere Millionen Quadratkilometer Neuland sollen so entstehen. Das Wattenmeer würde künstlich aufgeschüttet, wodurch nach und nach Festland gebildet wird. Diese Maßnahmen sollen voraussichtlich etwa 14 Monate dauern. Demnach dürfen sich die Deutschen ab 2015/2016 über eine tolle neue Küstenregion nördlich der noch vorhandenen Inseln freuen. Auch die Insel Helgoland soll eingegliedert werden.

Tierwelt gefährdet

Durch ein aufwendiges Umsiedlungsverfahren sollen bereits jetzt tausende Robben und Robbenbabys in den zukünftigen neuen Lebensraum gebracht werden. Dazu werden die Tiere eingefangen und nördlich der Inseln wieder im Meer ausgesetzt. Für die Tiere ist das zunächst ein harter Einschnitt in das normale Leben, aber durch eine nahrungsreichere Meereslandschaft im Norden würden sie sich schnell wie zu Hause fühlen.

Neue Küstenregion wird zum Touristenmagneten

Die so neu-geschaffene Küstenlandschaft soll insbesondere die Schönen und Reichen ans Meer ziehen. Neue Häfen und Luxushotels sollen entstehen. Man nehme sich die „Côte d´Azur“ als Beispiel, so der Landschafts-Ingenieur Friedrich Heinrich in einem Interview. Aber auch gleichzeitig neue Wanderwege, neue Dünen und herlich weißer Sandstrand sollen zahlreiche Touristen anlocken.