Bereits kurz nach dem ersten WM-Spiel der Deutschen war in den Sozialen Netzwerken die Hölle los. Tausende Frauen bekannten sich zu ihrem Wunsch nach einem neuen Familiennamen: Müller. Der Grund ist offensichtlich. Held des Spiels mit drei Toren war Thomas Müller. Der 24-jährige gutaussehende Profifussballer scheint über die grandiosen Tore den Weg in die Herzen so vieler Frauen gefunden zu haben. Was aber zunächst nach lustigen Sprüchen aussah, mussten die deutschen Standesämter am heutigen Dienstagmorgen überraschenderweise als ernste Wünsche bearbeiten.

Tausende Single-Frauen standen in langen Schlangen vor den Standesämtern, um die Änderung des Familiennamens zu beantragen. Besonders im Geburtsort des Fussballers Weilheim i.OB. wurde die Behörde dem Ansturm nicht mehr Herr und musste Sicherheitspersonal beschäftigen. Besonders interessant ist aber, dass auch verheiratete Frauen den Wunsch nach einer Namensänderungen haben und sogar von ihren Ehemännern in Deutschlandtrikots zum Büro des Standesamtes begleitet wurden.

Siegfried Hundt (44) zu Neue Weltpresse:

Ja, meine Frau möchte Müller heissen und im gleichen Atemzug werde auch ich meinen Familiennamen ändern. So können wir Solidatrität mit unserem Held aus Brasilien zeigen. Wir sind hier alle gekommen, um ab heute Nachmittag „Müller“ zu heißen. Wir haben sogar schon das Schild an der Haustür geändert und die Post informiert. Eine echt tolle Sache und ich bin stolz, dass ich dazugehöre!

Auch in den Großstädten des Landes wurde ein enormer Ansturm auf die Behörden gemeldet. Ob es überhaupt möglich ist, so einfach den Nachnamen zu ändern, prüfen die Sachbearbeiter in jedem Einzelfall.

Ein Sprecher des Standesamtes Berlin-Mitte sagte dazu:

Solange Deutschland im Spiel ist, werden wir bei den Namensänderungen ein Auge zudrücken und die Bedingungen dafür etwas lockerer sehen. Schließlich sind wir ja alle Deutschlandfans. Da ist das schon verständlich. Wir haben auch bereits heute allein in Berlin-Mitte schon mehrere Hundert Namensänderungen zu „Müller“ durchgeführt.

Wer also den Wunsch nach einer Namensänderung zu „Müller“ hat, sollte sich beeilen. Denn sogar die Abreißrollen der Ämter für die Laufnummern der Besucher sind bereits komplett vergriffen und für Tage im Voraus vergeben.