Das Wertesystem unserer Gesellschaft habe sich der Respektlosigkeit jüngerer Generationen angepasst und die Moral der Kinder und Jugendlichen in fragwürdige Leitmuster verwandelt, heißt es in der offiziellen Stellungnahme des Ministeriums für Jugendschutz und soziale Entwicklung.

Bewegung gegen asoziales Verhalten

In vielen Städten und Gemeinden sowie zahlreichen Nachbarschaftsverbänden werden schon seit einigen Monaten Unterschriften für die Durchsetzung neuer Methoden in der Erziehung gesammelt. Jüngste Ereignisse und Medienberichte über Angriffe und Bedrohungen durch Horror-Clowns lieferten nun die neue Lösung für deutsche Kindergärten und Schulen. Das Projekt „Pro Respekt“  der Initiative „Angst gegen asoziales Verhalten“ soll bereits in diesem Jahr passend zum Nikolaustag am 6.12. starten.

In deutschen Kindergärten und Grundschulen wird der Nikolaus, der bisher in jedem Jahr mit einem goldenen Buch, seiner Rute und Süßigkeiten den Gruppen und Klassen einen Besuch abstattete, durch einen respekteinflößenden Horror-Clown ersetzt. So soll den Kindern vermittelt werden, dass es in unserer Gesellschaft Werte gibt, an die auch die Kleinsten sich zu halten haben.

Wer sich asozial benimmt, wird nicht mehr mit einer lächelnd geschwungenen Rute bedroht, sondern soll fort an damit rechnen müssen, auf dem Heimweg von einem irren Clown und seinem Baseballschläger niedergestreckt – oder zumindest bedroht – zu werden.

Angst schafft Respekt

„Angst ist die beste Methode, um Kindern klarzumachen, wo der Hase lang läuft! Kein Kind glaubt heutzutage mehr an den Nikolaus und erst recht nicht an seine Bestrafung, die auf schlechtes Benehmen folgt. Die Kleinen sind mittlerweile schwer im Griff zu halten und wegen der neuen Medien und der (a)sozialen Netzwerke beinahe durch nichts mehr zu schocken. Die sinnigste Lösung bot sich also darin, die aktuelle Angst der Menschen zu nutzen, um effiziente erzieherische Maßnahmen durchzusetzen.“, sagt Renate Leierfurth, pädagogische Leiterin und erste Vorsitzende der Initiative „Angst gegen asoziales Verhalten“.

Bereits nach dreimonatigen aktiven Bemühungen des Vorstandes, kündigten die ersten großen Unternehmen ihre Unterstützung an. Erste Supermarktketten erklärten sich bereit, alle Nikoläuse im Sortiment gegen fiese Clowns zu ersetzen und auch ein namhafter Schokoladenhersteller versprach eine Produktinnovation, bei der es sich Gerüchten nach zu Folge um „kleine, böse Überraschungen“ handeln soll.

Im Zuge dessen verkündete auch die Marketingleitung des internationalen Getränkeherstellers Coca Cola, sich mit einem Budget von 2 Mio. Euro zu beteiligen. Drei Coca Cola-Trucks sollen speziell für die Städte rund um Dresden und Leipzig mit Angsteinflößenden Clowns bedruckt werden.

Wir dürfen gespannt sein, was uns an Weihnachten erwarten wird!