Mittwoch, 14. Oktober 2026
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Facebook kauft Google+ und macht daraus Premiumdienst: Facebook Plus

Von Tobias Reuter2 Min. Lesezeit
Geldkoffer, zwei App-Token vereint, Krone aufgesetzt — Facebook Plus

Es traf die Medien wie ein Schlag. Mark Zuckerberg (CEO Facebook) kauft den Mitbewerber Google+ für die Wahnsinnssumme von 20 Mrd. US-Dollar. Google Plus hatte sich in der letzten Zeit immer wieder den Kritiken stellen müssen, neben dem Riesen Facebook nur eine unwichtige Rolle im Social Media zu spielen. Experten waren sich sicher, dass Google durch den Dienste „google plus“ nicht wirtschaftlich arbeite und schwere Verluste einstreichen musste.

Zuckerberg, der in der jüngsten Vergangenheit nicht nur WhatsApp und Oculus gekauft hat, sah seine Chance und schlug zu. Die Kaufsumme wurde – wie in Silicon Valley üblich – zum größten Teil in bar entrichtet. Ein nicht näher bezeichneter Kleinbetrag wurde in Aktienanteilen ausgezahlt.

Facebook will durch den Kauf von Google+ nun einen eigenen Premiumdienst anbieten und nennt ihn „Facebook+“. Dort sollen Mitglieder gegen eine geringe Mitgliedsgebühr besonders interessante Inhalten zu Gesicht bekommen. Zudem verspricht Zuckerberg den neuen Premiumdienst werbe- und spielefrei zu halten.

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Die beliebten Google-Hangouts werden übernommen, bzw. mit dem kürzlich ebenfalls aufgekauften Dienst WhatsApp kombiniert. Ebenso soll Instagram integriert werden. Wie die Dienste im Detail zusammenarbeiten ist zur Stunde noch unklar. Facebook will sich mit dem Deal im Social Media-Markt noch weiter festsetzen.

Für die bisherigen Nutzer von Google+ soll sich zunächst wenig ändern. Facebook hat nach eigenen Angaben ermittelt, dass die Plattform derzeit rund 300 aktive Mitglieder hat, von denen die meisten bei Google arbeiten. Sie sollen ihre Konten behalten dürfen und für das erste Jahr kostenlos in den Premiumdienst übernommen werden. Danach ist eine Gebühr von 4,99 Euro im Monat geplant.

Analysten an der Börse reagierten zurückhaltend auf den Deal. Ein Fondsmanager aus Frankfurt sagte, der Preis von 20 Milliarden Dollar sei für ein Netzwerk, das kaum jemand nutze, recht hoch. Er räumte aber ein, dass Facebook auch bei WhatsApp viel Geld für etwas ausgegeben habe, dessen Wert sich erst später gezeigt habe. Die Aktie schloss am Abend leicht im Plus.

Google selbst hat sich noch nicht offiziell zum Deal geäußert. Mark Zuckerberg wurde heute kurz nach der Geldübergabe mit seiner Freundin in einem Nobelrestaurant in Los Angeles gesehen, gab aber bislang auch kein offizielles Statement ab.

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