Mittwoch, 14. Oktober 2026
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Facebook macht Milliardenangebot auch an Threema

Von Tobias Reuter1 Min. Lesezeit
Milliardenkoffer gegen Tresor-Smartphone: Geld trifft Datenschutz

Erst vor 2 Tagen hatte Facebook bekannt gegeben, den Konkurrenten WhatsApp für 16 Mrd. US-Dollar gekauft zu haben, verbreiteten sich schnell die möglichen Alternativen zu WhatsApp. Ein absolut tauglicher Gegenspieler wäre dabei die App „Threema“. User befürchten, dass durch die Übernahme von WhatsApp die Datenkrake Facebook zuschlagen könne und die bisher sicheren Daten bei WhatsApp abgreifen könnte.

So kam Threema auf den Schirm, dessen Daten durch spezielle Systeme sicher sind. Jetzt legt Facebook ein unmoralisches Milliarden-Angebot an die Macher von Threema vor, um auch deren User zukünftig datentechnisch zu erfassen. Der US-Konzern will damit sicherstellen, dass keine User im Netz unterwegs sind, die nicht durch facebook kontrolliert werden können.

Der Pressesprecher der Hamburger Facebook-Vertretung Deutschland fand dafür klare Worte:

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Ja, unser Unternehmen hat einen zweistelligen Milliardenbetrag auch für Threema angeboten. Wir wollen sichergehen, wirklich alle Internetnutzer unter unserer Kontrolle zu haben und keine Informationen oder Datenverbindungen auszulassen. Wir wollen alles wissen. Von allen und jedem.

Nach Insiderinformationen sollen auch die amerikanischen Geheimdienste Druck auf Mark Zuckerberg (CEO Facebook) ausgeübt haben, sämtliche WhatsApp-Alternativen aufzukaufen und unter Kontrolle zu bringen. Nur so kann man sichergehen, dass das No-No-Spy-Abkommen zwischen den USA und Europa konsequent umgesetzt werde.

In der Schweiz, wo Threema entwickelt wird, sorgt das Angebot für Unruhe. Die Entwickler sollen nach Angaben aus Unternehmenskreisen zunächst geprüft haben, ob die Nachricht von Facebook tatsächlich verschlüsselt angekommen ist. Das war nicht der Fall, sie kam per Fax. Eine offizielle Antwort steht noch aus, man wolle sich nach eigenen Angaben ausreichend Zeit für die Prüfung nehmen.

Viele Nutzer haben vorsorglich reagiert. Seit Bekanntwerden des Angebots verschicken sie ihre Nachrichten wieder per SMS oder schreiben Postkarten, die sie vor dem Einwurf in einen zweiten Umschlag stecken. Datenschützer raten zur Gelassenheit. Solange der Kauf nicht vollzogen sei, ändere sich für die Nutzer nichts an der Sicherheit ihrer Daten.

Wer Threema jetzt doch noch schnell als datengeschützte Ur-Version downloaden will, kann dies über den folgenden Button machen:

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